Mittwoch, 30. Mai 2007

Im Central Park

Die meisten Leute in Austin haben mich gefragt, was ich auf meiner weiteren Reise besonders gerne sehen will, speziell in New York. Ich habe immer nur gesagt, dass ich zu Strawberry Fields will. Nona, als Beatles Fan. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber aus irgendeinem Grund war mir das besonders wichtig. Ich weiß, dass es in New York unendlich viele interessante Dinge zu sehen gibt, von denen ich mir auch einige ansehen will. Aber wenn ich mich für etwas entscheiden müsste, würde ich Strawberry Fields wählen.

Deswegen ist mein erstes Ziel in New York auch der Central Park. Durch meine geographische Lage begünstigt, entschließe ich mich, zuerst vom Norden her eine Runde durch den Park zu gehen und abschließend als Höhepunkt zur Erdbeerwiese (wie wir Prater sagen würden) zu gehen. Ich stelle mir das ein wenig vor wie in den Vatikanischen Museen, wo man sich langsam durch die Museen bis zum krönenden Höhepunkt, der Sixtinischen Kapelle, vorarbeitet.

Der Central Park ist eine riesengroße Oase der Ruhe mitten in Manhatten. Er ist ein wenig vergleichbar mit der Donauinsel, jedoch viel zentraler gelegen. Ich kann zu Fuß direkt vom Hotel hingehen und betrete den Central Park am nord-westlichen Ende auf Höher der 103. Straße. Wo das ist, haben wir ja bereits gelernt. Es gibt hier viele Möglichkeiten zum Radfahren, Skaten, Laufen etc., aber auch viele kleine idyllische Wanderwegchen durch den Wald. Auf seinem Weg stößt man auf versteckte Wasserfälle, Tiere aller Art, Teiche, und und und … Schon auf den ersten Blick ist das alles überwältigend, und wenn man ein wenig herumgeht wird es mit jeder Minute noch schöner. Man bewegt sich immer zwischen totaler Grüne, von der aus man die Stadt nicht ausmachen kann, und Wiesen mit einer wunderbaren Aussicht auf die Wolkenkratzer und Gebäude von Manhatten. Ich wandere ca. 3 Stunden durch den Park. Weil ich bewusst auf eine Karte verzichte und bekanntlich keinen Orientierungssinn habe, passiere ich manche Stellen auch mehrmals. Aber wie gesagt, ich genieße es, ohne wirklichen Plan herumzuwandern.

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