Donnerstag, 12. März 2009

Old Trafford

Gestern habe ich einen Rasttag eingelegt, bin hauptsächlich im Hotel geblieben. Am Abend bin ich dann zu Fuß ca. eine halbe Stunde in die nächste Ortschaft gegangen, um mir das Champions League Spiel von Manchester anzusehen. Ich habe ein nettes Pub mit Großbildfernsehern gefunden, in dem ich mir das Spiel mit ca. 20 anderen Gästen angesehen habe. Das Problem ist, dass es in England in sehr strenges Gesetz zur Diskriminierung von Rauchern gibt, deshalb müssen die Leute alle paar Minuten vor die Türe laufen, um zu rauchen. Es war zwar scheißkalt vor der Tür, aber wenigstes hat man durch die Scheiben auch auf die Monitore gesehen. So hab ich die meiste Zeit vom Spiel - wie viele andere auch - von draußen gesehen.

An Spieltagen ist es nicht möglich, Stadiontouren zu machen, also bin ich heute Vormittag mit dem Taxi ins Stadion nach Old Trafford gefahren. Das Stadion ist der absolute Wahnsinn, sicher das schönste und modernste, in dem ich bisher gewesen bin. Auch die Führung war sehr professionell und beeindruckend.

Gegen Mittag bin ich dann zurück ins Hotel und dann anschließend meine Kollegin abzuholen. Danach geht's weiter zur Generalversammlung in Bollington.

Dienstag, 10. März 2009

Im Hotel

Mein Hotel ist nicht sehr weit vom Flughafen entfernt. Gerade mal 10 Minuten mit dem Taxi. Die Wahnsinnigen hier fahren alle auf der falschen Straßenseite. Ich betrete die Lobby des Country Hotel und werde gleich von Fußballfans empfangen, die lautstark "You'll never walk alone" singen. Meine Frisur sitzt immer noch perfekt. Und bevor jetzt jemand sagt, "der Trottel hat sich verflogen und ist in Liverpool gelandet", muss ich hinzufügen, dass in der Lobby gerade die Übertragung es Champions League Spiels von Liverpool gegen Arsenal beginnt. Während ich auf den Check-in warte, tippe ich auf ein 4:0 für Liverpool. Die sind derzeit einfach gut drauf. Nach einer halben Stunde warten beim Check in kann ich endlich in mein Zimmer. Liverpool führt inzwischen 1:0.

Das Zimmer ist sauber und grundsätzlich OK. Leider viel zu klein, ich finde kaum Platz, meinen Koffer abzustellen und aufzuklappen. Also muss dafür das 2. Bett herhalten. Den Kasten bekomme ich auch nicht auf, denn das Bett steht zu nahe dran. Ich richte mich mal gemütlich ein und beschließe, eine rauchen zu gehen. Auch hier muss man dafür wie ein Hund vor die Türe gehen. Als ich das Zimmer verlasse, sehe ich noch das 2:0 für Liverpool.

Wieder im Zimmer angekommen bekomme ich mit, dass Liverpool mittlerweile
3:0 führt. Meine Frisur hält weiterhin. Ich bekomme Hunger und und genehmige mir noch einen Burger im Restaurant. Auf dem Rückweg zum Zimmer verfolge ich in der Lobby noch das 4:0 für Liverpool mit. Ich hatt wieder einmal Recht. Wie mache ich das nur immer wieder?

Zürich

16 Uhr. Zwischenstopp in Zürich. Das Wetter: 4 Grad, es regnet. Meine Frisur sitzt perfekt.

Ab auf die Insel

So, bald ist es soweit: ich werde das erste Mal nach England fliegen. Ich sitze gerade am Flughafen und warte auf das Boarding. Ich bin schon seit 3 Uhr auf den Beinen, aber wie immer vor einer Flugreise kommt alles im letzten Moment zusammen, und so hatte ich auch keine Zeit, meine 2 Tage Urlaub in Manchester zu planen. Karten für das morgige Champions-League Match zu bekommen war unmöglich, da hat auch eine Anfrage bei Inter Mailand nichts gebracht. Egal, ich werde mir auf jeden Fall ein Plätzchen suchen, wo etwas los ist, und mir das Spiel im Fernsehen anschauen. Und das Fußballstadion will ich natürlich auch unbedingt sehen. Ich glaube ich hab schon mal gesagt, dass das die wichtigste Sehenswürdigkeit in einer Stadt ist.
Also los, schauma mal...

Freitag, 20. Februar 2009

Otti's Schlachthof

Aufzeichnung der Senung "Otti's Schlachthof" mit Ottfried Fischer für das Bayerische Fernsehen. Die Aufzeichnung beginnt um 8, die Ausstrahlung ist am selben Abend um 22.30 Uhr. Wir entschließen uns, rechtzeitig zum Schlachthof zu fahren, um einen guten Platz zu ergattern. Als wir dort ankommen, sind wir doch sehr überrascht, dass der Saal schon fast voll ist, obwohl der offizielle Einlass noch nicht begonnen hat. Wir schaffen es gerade noch, einen Platz mit guter Sicht zu besetzen, Leute, die später kommen, haben da nicht so viel Glück. Der Saal ist eigentlich ziemlich klein, viel kleiner, als man glaubt, wenn man sich die Sendung im Fernsehen ansieht. Überall sind Kameras, alles ist perfekt organisiert. Bis zum Beginn der Aufzeichnung werden noch Essen und Getränke serviert, danch ist Schluss. Ein Mitarbeiter des Senders geht von Tisch zu Tisch, fragt die Leute nach ihrem Namen und ihrer Herkunft. Er macht sich Notizen, denn kurz vor Aufzeichnungsbeginn werden Personen und Gruppen noch persönlich begrüßt.

Fünf Minuten vor Aufzeichnungsbeginn merke ich, dass Otti direkt hinter mir steht und auf den Beginn wartet. Er schaut ins Nirgendwo und wirkt abwesend, man merkt ihm schon an, dass er krank ist. Die Aufzeichnung ist genau getimt, dauert nicht länger als die später ausgestrahlte Sendung. Otti spricht sehr schnell, vor allem, wenn er vom Teleprompter abliest. Teilweise ist das sehr schwierig zu verstehen. Nach einer Stunde ist die tolle Show mit witzigen Gästen vorbei.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Weihnachten einmal anders

Irgendwie wird Weihnachten jedes Jahr lustiger. Nachdem nun auch mein kleiner Bruder mit seinen 18 Jahren dahinter gekommen ist, dass es das Christkind nicht gibt, ist alles entspannter. Nach dem traditionellen Festessen mit Bratwürschtl und Blunzn waren die ersten Lieder, die wir gesungen haben, keine Weihnachtlieder, sondern jede Menge Oldies. Laut, falsch und mit Begeisterung. Vor allem falsch.

Danach Weihnachtsgeschichten, Weihnachtslieder. Unterbrochen von unserer Katze, die genau dann ein großes Geschäft unter dem Tisch verrichten musste, als wir dort saßen. Die Folge war ein fluchtartiges Verlassen der besinnlichen Feier. Und dann die Weltpremiere. Nachdem es in den letzten Jahren immer meine Aufgabe war, das Weihnachtsevangelium zu lesen, habe ich mich in diesem Jahr zu einer Neuinterpretation entschlossen und das Evangelium gesungen. Ein paar neue Sätze habe ich auch eingebaut, und mich dabei selbst auch noch auf der Gitarre begleitet. Leute, ich muss Euch sagen, das war echt toll, und das, obwohl ich gar nicht Gitarre spielen kann ;-)

Ausklang für den Tag war dann ein Kabarett-DVD-Abend mit meinem Vater. Man kann Hader privat einfach nicht oft genug sehen!

Freitag, 19. Dezember 2008

Machmalauter

Lange mussten wir darauf warten, dass Die Toten Hosen ihre kreative Pause beenden und endlich wieder auf Tour gehen. Nach dem legendären Unplugged-Konzert im Wiener Burgtheater sind sie endlich wieder für ein Konzert in Wien, diesmal in der Stadthalle.

Das Konzert war schon mehr als ein Jahr im Voraus ausverkauft. Ich konnte gerade noch eine Restkarte für meinen Bruder bekommen (Dank an meinen Raika-Berater, der für mich alle paar Minuten in den Computer geschaut hat). Und unerwarteter Weise bekam ich dann auch noch ein Karte von einem Freund, der leider selbst nicht mitgehen konnte (danke Reini, dass Du an mich gedacht hast!).

Wir machen uns also auf zur Stadthalle. Ich hatte nicht erwartet, dass das Publikum bei DTH so durchgemischt ist. Es waren natürlich sehr viele junge Menschen da, aber erstaunlicher Weise auch viele Leute quer durch alle Altersschichten. Beginn ist 19.30, und pünktlich tritt Campino auf die Bühne. Noch ist die Halle ziemlich leer, von ausverkauft ist das weit entfernt. Die Leute scheinen zu wissen, wann es wirklich losgeht, denn Campino kündigt nur die Vorband an. Diese kann aber nur ein Lied spielen, weil der Sänger heiser ist. Mir ist das egal, weil wegen der Vorband bin ich sowieso nicht gekommen. Nun dauert es noch eine Stunde, bis das Konzert endlich anfängt.

In der Zwischenzeit füllt sich die Halle, und kurz vor halb 9 steigt die Stimmung im Publikum. Als über die Lautsprecheranlage die White Stripes mit Seven Nation Army gespielt werden, fängt es an zu brodeln. Wie bei einem Fußballspiel starten die Leute Anfeuerungsrufe. Das Konzert beginnt, und von Anfang an spürt man, dass die neuen Nummern wirklich halten, was ihre Titel versprechen: Und alles steht unter Strom!

Nach einem fulminanten Mix aus alten und aktuellen Songs tritt die Band nach 90 Minuten zum ersten Mal von der Bühne ab. Wieder Fußballgesänge im Publikum. Die Band tritt wieder auf die Bühne, Campino im Dress des Wiener Sportclubs. Er ist dort Ehrenmitglied. Ich habe ja schon immer gesagt, dass das der einzig wahre Wiener Fußballverein ist. Jetzt folgt ein ruhigerer Teil im Unplugged-Stil, Campino singt ein Lied mit Gast und Burgtheaterstar Birgit Minichmayr. Danach geht’s noch einmal von der Bühne, bevor das große Finale steigt.

Nach 2,5 Stunden verlassen die Fans zufrieden und weiter singend die Halle. DTH haben eine großartige Show mit allen ihren Hits (ich habe nur „Schön sein“ vermisst) geboten. Nach all den Jahren auf der Bühne spürt man immer noch, dass es ihnen Spaß macht. Das spürt auch das Publikum.

Und dass DTH nicht nur eine tolle, sondern auch intelligente Band ist, beweist Campino mit der Aussage: „Ihr seid das schönste und intelligenteste Publikum, das wir bisher auf dieser Tour hatten. Und die Chancen, dass es so bleibt, stehen nicht schlecht, denn dieses Mal spielen wir nicht in Linz!“