Freitag, 1. Juni 2007

Start spreading the news, I'm leaving today

Mein letzter Tag in New York. Heute möchte ich nach Staten Island fahren, ein wenig aus Manhatten rauskommen. Ich fahre also mit der Metro bis an die Südspitze Manhattens, zur Station „South Ferry“. In der Hafenstation muss ich leider bemerken, dass das schon ungefähr eine Million Leute auf die Fähre wartet, und das will ich mir wirklich nicht antun. Ich spaziere also noch ein wenig den Hafen entlang, bis zur Brooklyn Bridge. Von dort ist es nicht mehr weit nach Chinatown, und da ich ja genügend Zeit habe, gehe ich zu Fuß dorthin. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich wirklich in der richtigen Gegend in Chinatown war, denn so spektakulär, wie ich mir das vorgestellt hatte, ist es nicht. Genauso wenig wie Little Italy, das mein nächstes Ziel ist.

Ich bin wieder den ganzen Tag in der Stadt unterwegs, und am Abend mache ich mich auf den Weg zum Hafen am Hudson River. Dort genieße ich, wie die Sonne über New Jersey untergeht. Schön langsam wird es dann auch Zeit, nachhause zu gehen. Auf dem Heinweg schaue ich aber noch Times Square vorbei, um einige Fotos zu machen, und dann geht´s gemütlich zurück ins Hostel. Dort packe ich, und bis alles erledigt ist, ist es auch schon nach Mitternacht. Nachdem ich bei der Anreise so gute Erfahrungen mit dem Shuttle-Dienst gemacht habe, ist das auch wieder meine Wahl für die Fahrt zum Flughafen. Der Abflug ist wieder in Newark, um 7.30 Uhr. Das Shuttle soll mich um 3 Uhr Früh abholen. Es zahlt sich für mich nicht mehr aus, schlafen zu gehen, denn ich bin mir sicher, dass ich dann nicht rechtzeitig aufwache. Trotz Weckers.

Ich setze mich also vor den Fernseher und ziehe mir irgendwelche Serien rein, grundsätzlich habe ich ja eine große Auswahl an Kanälen, aber leider funktionieren nur wenige einigermaßen zufriedenstellend. Und wie das bei mir immer ist, wenn ich vor dem Fernseher sitze, schlafe ich nach einer gewissen Zeit ein. Und natürlich wache ich nicht rechtzeitig auf. Gott sei Dank klopft mich der Portier aus meinem Zimmer. Er muss schon eine Weile geklopft haben, denn er sieht schon ziemlich genervt aus. Ich schnappe meine Sachen, holpere die Treppe hinunter – der Aufzug funktioniert nicht – und hetze zum Shuttle-Bus, der schon vor der Tür wartet. Der Fahrer ist angefressen, weil ich zu spät bin, und die anderen Gäste sehen mich auch nicht gerade nett an. Ich bin trotzdem froh, dass sich das alles noch ausgegangen ist, setze mich auf den mir zugewiesenen Platz und genieße meine letzte Fahrt durch Manhatten. In Halbschlaf.

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